jan kocbachMit der Jukola und der WM sind die beiden OL-Highlights dieses Sommers für mich bereits Ende Juni vorbei. Beide diese Wettkämpfe waren im 2017 für mich etwas anders als in den vergangenen Jahren. An der Jukola rannte ich zum ersten Mal für meinen Schweizer Club ol norska und an der WM stand zum ersten Mal in meiner fünfjährigen WM-Karriere der Sprint auf dem Programm.

Jenzer Middle_FIN_DSC_3928_2Dass mich meine Tour de Scandinavie im April und Mai so demolieren würde, hatte ich bei meiner Saisonplanung im vergangenen Winter nicht einkalkuliert. Eigentlich war dieser Frühling dazu gedacht, die Zeit als OL-Profi perfekt zu nutzen und sowohl im physischen als auch im technischen Bereich einen Schritt vorwärts zu kommen. Doch es kam ein bisschen anders…

image1 2Während ich letzten Winter die Saison plante, nahm ich mir vor, meine Zeit als Profi im Frühling zu nutzen um einige Wochen in Skandinavien zu trainieren. So verbringe ich nun seit gut drei Wochen meine Zeit als Nomadin und lebe aus dem Koffer. Den Start machte ich in zusammen mit dem Nationalkader im Trainingslager in Lettland und Estland über die Ostertage, von wo ich dann direkt nach Stockholm reiste, um mit meinem schwedischen Club IFK Lidingö SOK zu trainieren. Weiter führte die Reise weiter nach Göteborg an die 10mila-Staffel. Von Göteborg flog und fuhr ich schliesslich letzten Sonntag nach Turku (FIN), wo ich seit gut drei Wochen erstmals einige frühlingshafte warme Tage geniesse und mich somit optimal auf den Weltcup Ende Mai vorbereiten kann. Bereits ab nächstem Sonntag folgt eine weitere Station: Es geht wieder zurück ins WM-Land Estland. An den Selektionsläufen nächste Woche für die Weltmeisterschaften im Juli wird es um die Wurst gehen!

Sarina-104-2 -_KopieDer Start in meine sechsmonatige Zeit als OL-Profi verlief etwas holprig. Nach einer guten Trainingswoche zuhause in der Schweiz nach dem TL in Spanien spürte ich auf einmal grosse Schmerzen im Bereich der Ferse in meinem rechten Fuss. Aufgrund dessen sah ich mich gezwungen, wenige Stunden vor dem geplanten Abflug nach Neapel, auf die Reise ins Sprinttrainingslager nach Süditalien zu verzichten. Stattdessen spulte ich in den vergangenen zwei Wochen aufgrund ebendieser Entzündung des Sehnenansatzes in der Ferse zuhause in Bern zahlreiche Kilometer auf dem Velo und im Wasser ab oder stemmte Gewichte im Kraftraum. Auch konnte ich viel Zeit in regenerative Massnahmen in Form von Physiotherapie und Stretching investieren.

IMG 9788_1Für eine gute Woche weilte ich bis gestern mit dem Nationalkader in Spanien. Die perfekten Trainingsbedingungen und das tolle Wetter stellten einen optimalen Rahmen dar, um an meinen über den Winter hinweg etwas eingerosteten OL-Grundabläufen zu feilen. Ich geniesse es, nach einer intensiven zweieinhalb monatigen Phase mit der Doppelbelastung von Praktikum und Training, wieder meine ganze Energie in den Sport stecken zu können.